Das Infrarot-ABC
Nicht das Infrarotlicht selbst wirkt positiv auf den menschlichen Körper, vielmehr regt es die eigene Wärmeregulation an. Dabei erweist sich die Infrarotstrahlung als geeignetes Transportmittel: Es berührt die Haut nicht und stört auch nicht deren Regulation. Trotzdem sind Infrarotkabinen nicht zu unterschätzen. Infrarot-A-Strahlung lässt die Haut beispielsweise schneller altern und verursacht in manchen Fällen sogar Hautkrebs, so einige aktuelle Studien. Grund dafür: Infrarot-A-Photonen erreichen auch tiefer liegende Hautschichten und dort sitzende Zellen. Diese reagieren mitunter negativ auf den Reiz.
Um allerdings das Infrarot-A-Spektrum zu erreichen, sind Temperaturen von über 1.500 Grad Celsius vonnöten. Selbst dann liegt der Anteil bei mageren 20 Prozent. Die meisten Strahler mit einer Temperatur von unter 350 Grad geben fast ausschließlich Infrarot-C-Strahlen ab. In diesem Fall handelt es sich um besonders langwelliges Infrarotlicht, das kaum bis gar nicht in die Haut eindringt. Schäden durch Infrarot C sind also nahezu ausgeschlossen.
Aber auch Infrarot A ist nicht so gefährlich, wie es den Anschein hat. Die Photonen dringen nur selten fünf Millimeter in die Haut ein, etwa fünf Prozent aller Photonen. Trägt also jemand einen Herzschrittmacher oder eine künstliche Hüfte, braucht er sich keine Sorgen zu machen, wegen Infrarot-A-Strahlen etwas zu beschädigen. Trotzdem muss man insbesondere bei Infrarot A Risiko und Nutzen gegeneinander abwägen.
Bei Infrarot C ist lediglich ein geringer Abstand zu Rückenstrahlern einzuhalten. Daher besteht auch kein allzu großes Risiko, aber zugleich auch nur ein geringer Nutzen. Es empfiehlt sich, auf die goldene Mitte zu setzen und sich für Infrarot B zu entscheiden. Nicht umsonst handhaben dies auch viele Hersteller so.
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